TGI

Seit 2018 ist der Stall unter den Bäumen zertifizierter TGI Betrieb, ebenso seit 2018 zertifizierter Auszeithof. Betreut werden beide Bereiche, wie das Meiste am Hof, von Brigitte „Gitti“ Rametsteiner, von ihren Schülern liebevoll ‚Beste Reitlehrerin von Allen‘ genannt. Neben Reitunterricht, der Förderung des Reitens im Damensattel und dem Projekt „PonyBühne“ sind somit zwei weitere Angebote Teil des Lebens von PonyRundum.

 

Green Care Tiergestützte Intervention am Bauernhof (TGI)

Was ist TGI?

Tiere werten nicht und nehmen jeden so an wie er/sie ist. Diese vorurteilfreie Begegnung dem Menschen gegenüber macht die Begegnung mit Nutztieren im Zusammenleben mit Bauern und Bäuerinnen auf einem Hof, der nachweislich auf das Tierwohl bedacht ist, zu einem wertvollen Beitrag zur Förderung sozialer Kompetenzen, psychischer Gesundheit und ökologischem Verständnis. Der Bauernhof als Ort der Begegnung von Mensch und Natur im Verständnis des „GreenCare – wo Menschen aufblühen“ – Vorhabens, kann mit geeigneten Methoden wie sie in der TGI angewandt werden in kleinen Strukturen Großes leisten.

Weitere Informationen unter https://oekl-tgi.at

TGI unter den 3 Linden

Aus der Struktur des Betriebes, und hier vor allem durch die langjährige Etablierung des Reitausbildungszweiges, ergibt sich ein breites Zielpublikum für die TGI.Auch wenn der Schwerpunkt am Hof auf Kinder und Jugendliche in der Pubertät/Adoleszenz liegt, bedeutet das nicht, dass andere Ziel- oder Altersgruppen ausgeschlossen sind. Schon allein die Tatsache, dass immer unterschiedliche Altersgruppen gleichzeitig am Hof sind, und daher immer altersmäßig buntgemischte Gruppen in der Arbeit mit den Tieren gemeinsam betreut werden, weicht die Abgrenzung der zielgruppengerechten Konzeption ohnehin in der Praxis auf.

Eine essentielle Bedeutung im TGI kommt dem Bezugs- und Identifikationstier zu. Erfahrungsgemäß tritt das Bedürfnis nach einer Beziehung zu einem ganz bestimmten Identifikationstier erst mit Erreichen der Pubertät auf. Davor gibt es natürlich auch schon Präferenzen bei der Wahl eines Lieblingstieres, jedoch sind hier andere Kriterien ausschlaggebend. Kinder im Volksschulalter wählen ihre Lieblingstiere oft nach Parametern des Sicherheitsgefühls aus oder jene, die den Idealen aus Film- und Fernsehen am nächsten kommen.

Die Wahl des Identifikationstieres erfolgt nach Beobachtung der sozialen Strukturen in der Herde, wobei dieser Prozess selbstverständlich durch einen fachkundigen Erwachsenen begleitet wird. Die Jugendlichen wählen, je nach charakterlicher Veranlagung, ein Tier, dass den eigenen Charakter spiegelt oder aber auch ergänzt. Die Methode der TGI ist hier meist im Bereich der Selbsterfahrung anzusiedeln, und kann nur begleitend konzipiert werden, da oft jeglicher zu expliziter Input durch Erwachsene ohnehin blockiert wird. Gemeinsam mit dem gewählten Bezugstier wird dann in den verschiedensten Bereichen des sozialen Lernens gearbeitet, ,wobei ‚Lernen‘ auch schon bei der Pflege und der Beschäftigung mit dem Bezugstier ausserhalb der Unterrichtseinheiten stattfindet. Auszugsweise seien hier Empathietraining, das Erkennen von Nähe und Distanz, das Abstecken und Respektieren von Grenzen sowie Emotionalität und Affektkontrolle zu nennen.

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